Die Vorlagen-Falle

Wie vorgefertigte Anschreiben Sie um Ihren Traumjob bringen können

Heute stöberte ich in einer kreativen Pause auf der Suche nach Neugkeiten zum Thema Bewerbung im Netz herum. Da ich auch immer sehr interessiert bin, was es in der Welt der Personaler Neues gibt, gelangte ich über ein paar Klicks in einen Bereich bei Stepstone, in dem fertig formulierte Bewerbungsanschreiben für Personaler - selbst für Bewerbungen als Recruiter - zum kostenfreien Download und zur Nutzung angeboten werden.

Nicht, dass es schon fragwürdig genug wäre, wozu ein Recruiter, der täglich mit Bewerbungen zu tun hat eine Vorlage benötigt, enthält das vorgefertigte Anschreiben zwar keine allzu groben Schnitzer wie ein "...hiermit bewerbe ich mich...", neben allgemeinen Klauseln, die es als Vorlage anders auch gar nicht haben kann, beinhaltet es zum Ende hin jedoch einen groben Schreibfehler. "Über Ihre Rückmeldung freue ich mit." Autsch.

Das kann natürlich immer mal und vor allem schneller als man denkt passieren. Und es ist schließlich auch nur eine Vorlage. Dennoch gibt es sicherlich genügend Bewerber, die diese Anschreiben als Nonplusultra ansehen und daher gegebenenfalls zu unkritisch übernehmen.

Was kann ich also mit diesen Vorlagen anfangen?
Vorgefertigte Anschreiben können eine gute Grundlage sein, sich beim Texten inspirieren zu lassen. Von der ungeprüften Übernahme solcher Anschreiben kann ich jedoch nur eindeutig abraten. Denn so verschieden wir Menschen und die Erfahrungen, die wir sammeln sind, so unterschiedlich gestaltet sich auch stets der Inhalt eines Anschreibens.

Das Anschreiben ist zwar nicht das Erste, das sich der Empfänger Ihrer Bewerbung ansehen wird, es entfaltet seine entscheidende Wirkung jedoch in der zweiten Phase, wenn es darum geht, unter den interessanten Bewerbungen die wenigen herauszufinden, die zum Gespräch eingeladen werden.

Muss ich Anschreiben immer komplett selbst formulieren?
So mühselig es vor allem zu Beginn ist, ein Anschreiben zu formulieren, sollten Sie sich immer die Zeit dafür nehmen. Denn ob es sich bei Ihrem Anschreiben um einen lieblos zusammenkopierten Text oder um mit Bedacht gewählte Inhalte handelt, fällt dem geübten Leser Ihres Anschreibens sofort auf - und wird im Zweifel über Ablage A oder P entscheiden.

Viel Erfolg!

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Artikel verfasst: 21.09.2012, 12:39 Uhr

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